Das Pferd als Wärmelieferant
Die Wärmepumpe mit einer max. Heizleistung von 22 kW
Edelstahl-Wellflexschläuche in der Jauchegrube
Einbetonierung der Kunststoffschlangen samt Temperaturfühlern
Hydraulikschema der Wärmequelle Hippothermie.
Schem. Darst. des Heizkreislaufs mit Enthitzer, Verdichter und Schichtspeicher.

Wärmegewinnung mit Pferden

Der Reitstall Haghof im schwäbischen Alfdorf, ist Standort der ersten Hippothermie-Anlage. Pferde und Ponys liefern den Dung für die Heizwärme.

Die Wärmepumpe mit einer max. Heizleistung von 22 kW arbeitet mit einem frequenzgeregelten Kolbenverdichter zur stufenlosen Leistungsanpassung von 28-100 %, einem separaten Enthitzer zur effizienten Brauchwassererwärmung bis +70 °C und umweltschonendem Kältemittel R134a. Edelstahl-Wellflexschläuche werden zusammen mit Temperaturfühlern in den Misthaufen einbetoniert. Die Anlage entscheidet automatisch, inwieweit Energie aus der Jauche oder aus der Miste entnommen werden kann. Das Speichervolumen der Grube liegt bei max. 30 m³. Bei Nutzung als Eisspeicher ergibt sich daraus ein Speichervolumen von über 1.000 kWh, genug um 1 Woche ohne externe Wärmezufuhr auszukommen. Alle Temperaturen der Jauchegrube und des Misthaufens werden erfasst und ausgewertet. So werden die energetischen und biologischen Prozesse optimiert. In der Pferdemiste selbst entstehen Temperaturen von bis zu 80 °C, die allerdings nur kurzfristig nutzbar sind. Im Mittel ergibt sich eine Entzugsleistung von 20 W/qm bei einer mittleren Mistetemperatur von 20 °C.